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Sonstiges

MSM (Methylsulfonylmethan)

Dimethylsulfon, (CH₃)₂SO₂

MSM (Methylsulfonylmethan) ist eine natürlich vorkommende organische Schwefelverbindung aus der Stoffklasse der Sulfone mit der Summenformel (CH₃)₂SO₂. Sie liegt als farblose, geruchlose, kristalline Substanz vor.

Auch bekannt als: Methylsulfonylmethan, Dimethylsulfon, DMSO₂, Sulfonylbismethan, Dimethylsulphon, organischer Schwefel

Was ist MSM (Methylsulfonylmethan)?

MSM steht für Methylsulfonylmethan und wird chemisch auch als Dimethylsulfon (DMSO₂) bezeichnet. Die Verbindung trägt die Summenformel C₂H₆O₂S und eine Molmasse von rund 94 g/mol (CAS-Nummer 67-71-0). Strukturell ist Methylsulfonylmethan der einfachste Vertreter der Sulfone: ein Schwefelatom ist über Doppelbindungen an zwei Sauerstoffatome sowie an zwei Methylgruppen (CH₃) gebunden. In reiner Form handelt es sich um eine farblose, feste, kristalline Substanz, die geruchlos ist und einen leicht bitteren Geschmack aufweist; der Schmelzpunkt liegt bei etwa 109 °C, die Wasserlöslichkeit bei rund 150 g/l (20 °C). Methylsulfonylmethan kommt natürlich im Schwefelkreislauf der Erde vor: Ausgangspunkt sind ozeanisches Phytoplankton und Meeresmikroorganismen, die Dimethylsulfid (DMS) bilden. Dieses wird in der Atmosphäre durch Ozon, UV-Strahlung oder Hydroxyl-Radikale zu Dimethylsulfoxid (DMSO) oxidiert, aus dem unter anderem Methylsulfonylmethan hervorgeht; die Verbindung gelangt anschließend in Böden und wird von Pflanzen aufgenommen. Im menschlichen und tierischen Organismus entsteht Dimethylsulfon als regulärer Oxidationsmetabolit von Dimethylsulfoxid über das Cytochrom-P450-Enzymsystem der Leber und wird über den Urin ausgeschieden. Für Nahrungsergänzungsmittel wird Methylsulfonylmethan technisch synthetisiert, üblicherweise durch Oxidation von Dimethylsulfoxid; angeboten wird es meist als kristallines Pulver oder verpresst in Tabletten und Kapseln.

Vorkommen in Lebensmitteln

Methylsulfonylmethan kommt in geringen Mengen natürlicherweise in zahlreichen Lebensmitteln vor. Nachgewiesen wurde es unter anderem in Kuhmilch (Größenordnung etwa 3 mg/kg) und in Kaffee (etwa 1,5 mg/kg) sowie in weiteren Getränken wie Tee, Bier und Portwein. Daneben findet sich die Verbindung in Obst, Gemüse und Getreide, wobei die Gehalte je nach Pflanzenart variieren. Schwefel insgesamt wird über die Ernährung vor allem in Form der schwefelhaltigen Aminosäuren Methionin und Cystein aufgenommen, die in eiweißreichen Lebensmitteln wie Eiern, Milchprodukten (etwa Parmesan), Fisch und Fleisch sowie in Nüssen und schwefelhaltigem Gemüse wie Lauch, Brokkoli, Zwiebeln, Schnittlauch, Knoblauch und Bärlauch enthalten sind. Nach Einschätzung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und des Bundesinstituts für Risikobewertung ist die Schwefelzufuhr über eine eiweißhaltige Mischkost in den westlichen Industrieländern in der Regel gedeckt; ein isolierter Schwefelmangel ist demnach nicht bekannt.

Formen & Bioverfügbarkeit

In Nahrungsergänzungsmitteln wird Methylsulfonylmethan typischerweise als reines kristallines Pulver oder in verpresster Form als Tablette beziehungsweise in Kapseln angeboten. Als niedermolekulare, wasserlösliche Verbindung liegt der Stoff in einer einheitlichen chemischen Form vor; im Unterschied zu manchen Mineralstoffen oder Vitaminen existieren keine unterschiedlichen Salz- oder Esterformen. Die Reinheit (Food Grade) sowie die Korngröße des Pulvers sind die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale handelsüblicher Rohstoffqualitäten. Häufig wird Methylsulfonylmethan in Kombinationsprodukten gemeinsam mit anderen Stoffen verarbeitet. Der Stoff ist gegen Umwelteinflüsse stabil und gut wasserlöslich.

Einnahme im Alltag

Methylsulfonylmethan wird in Deutschland nicht als Arzneimittel, sondern ausschließlich als Zutat in Nahrungsergänzungsmitteln in Verkehr gebracht. Für das Inverkehrbringen besteht eine Allgemeinverfügung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL 13/01/022 vom 25. November 2013) nach § 54 des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches (LFGB); diese nennt eine Verzehrempfehlung von 50 mg Methylsulfonylmethan pro Tag. Verbindliche Höchst- oder Mindestmengen sind weder auf nationaler noch auf europäischer Ebene festgelegt. Die jeweilige Verzehrempfehlung und Anwendung ist der Kennzeichnung des einzelnen Produkts zu entnehmen.

Qualität & Prüfung

Bei Daily Nature steht die Qualität der eingesetzten Rohstoffe im Mittelpunkt. Für Methylsulfonylmethan wird auf eine definierte Lebensmittelqualität (Food Grade) mit hoher Reinheit geachtet. Jede Charge wird im Rahmen der Herstellung dokumentiert und auf die deklarierten Spezifikationen geprüft; laboranalytische Kontrollen umfassen unter anderem die Identität und Reinheit des Rohstoffs sowie Untersuchungen auf mögliche Verunreinigungen wie Schwermetalle und mikrobiologische Parameter. Die Produktion erfolgt nach den Grundsätzen der guten Herstellungspraxis, sodass eine gleichbleibende, nachvollziehbare Qualität gewährleistet ist.

Auch in diesen Ritualen

MSM (Methylsulfonylmethan) ist Teil dieser kuratierten Rituale: abgestimmte Kombinationen mit weiteren Essentials.

Quellen

  1. Methylsulfonylmethane: Applications and Safety of a Novel Dietary Supplement — Butawan, M.; Benjamin, R. L.; Bloomer, R. J., Nutrients (peer-reviewed) (2017) · Quelle
  2. Allgemeinverfügung BVL 13/01/022 – Nahrungsergänzungsmittel mit Zusatz von Methylsulfonylmethan (§ 54 LFGB) — Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), BVL – Archiv der Allgemeinverfügungen (2013) · Quelle
  3. MSM: Einordnung als Nahrungsergänzungsmittel (EFSA-Status, Schwefelbedarf nach BfR/DGE) — Verbraucherzentrale, Verbraucherzentrale.de / Klartext Nahrungsergänzung (2024) · Quelle
  4. Dimethylsulfon – chemische und physikalische Stoffdaten — Wikipedia (Chemie), de.wikipedia.org (2026) · Quelle
Zuletzt aktualisiert: 04.06.2026Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.