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Pflanzenstoff

Löwenzahn

Taraxacum officinale

Löwenzahn (Taraxacum officinale) ist eine ausdauernde krautige Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Charakteristisch sind die gezähnten Rosettenblätter, die gelben Blütenköpfe, die kräftige Pfahlwurzel und der weiße Milchsaft in allen Pflanzenteilen.

Auch bekannt als: Gewöhnlicher Löwenzahn, Wiesen-Löwenzahn, Kuhblume, Pusteblume, Butterblume, Taraxacum officinale agg.

Was ist Löwenzahn?

Löwenzahn ist eine mehrjährige krautige Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) und gehört zur Gattung Taraxacum. Botanisch wird er als Sammelart (Taraxacum officinale agg.) geführt, die zahlreiche kleinere Kleinarten umfasst. Die Pflanze bildet eine grundständige Blattrosette mit schrotsägeartig gelappten Blättern, aus deren Form sich der deutsche Name ableitet. Aus der Rosette wachsen hohle, blattlose Stängel mit leuchtend gelben Blütenköpfen, die sich aus zahlreichen Zungenblüten zusammensetzen; nach der Blüte entstehen die bekannten kugeligen Samenstände ("Pusteblume"). Unter der Erde sitzt eine fleischige Pfahlwurzel, die bis etwa 30 cm tief reichen kann. In allen Pflanzenteilen verläuft in gegliederten Milchröhren ein weißer Milchsaft, der bei Verletzung austritt. Der Gattungsname Taraxacum geht auf griechische Wurzeln zurück, das Artepitheton officinale verweist sprachgeschichtlich auf die frühere Führung der Pflanze in Apotheken. Ursprünglich in den gemäßigten Breiten Eurasiens beheimatet, ist Löwenzahn heute über weite Teile der Nordhalbkugel verbreitet und wächst auf Wiesen, Weiden, an Wegrändern und in Gärten. Zu den natürlich vorkommenden Inhaltsstoffen zählen Sesquiterpenlacton-Bitterstoffe (darunter Taraxacolid-Glucosid und Tetrahydroridentin B), Triterpene und Triterpenalkohole, Phenolsäuren und Phenolglykoside (Taraxacosid), Flavonoide sowie Kohlenhydrate. Die Wurzel ist reich an dem löslichen Mehrfachzucker Inulin, dessen Gehalt im Jahresverlauf schwankt und im Herbst seinen höchsten Wert erreicht.

Vorkommen in Lebensmitteln

Löwenzahn wird in verschiedenen Pflanzenteilen kulinarisch verwendet. Die jungen Blätter, die vor allem im Frühjahr (April und Mai) zart sind, werden traditionell als Bestandteil von Wildkräutersalaten gegessen; mit zunehmendem Alter und zur Blütezeit nimmt ihr Bitteranteil zu. Die Blütenknospen und gelben Blüten finden ebenfalls Verwendung in der Wildküche. Die geröstete und gemahlene Wurzel wird historisch und regional als koffeinfreier Kaffee-Ersatz aufgebrüht ("Löwenzahnkaffee"); die Wurzeln werden hierfür bevorzugt im Herbst geerntet, wenn sich die Pflanze zurückzieht. Das natürliche Spektrum der in den Pflanzenteilen enthaltenen Nähr- und Inhaltsstoffe schwankt naturgemäß je nach Standort, Erntezeitpunkt, Pflanzenteil und Zubereitung.

Formen & Bioverfügbarkeit

Löwenzahn kommt als Inhaltsstoff in Nahrungsergänzungsmitteln in unterschiedlichen Aufbereitungsformen vor. Verwendet werden vor allem die Wurzel (Taraxaci radix), das Kraut (Taraxaci herba) sowie Aufbereitungen aus Wurzel und Kraut (Taraxaci radix cum herba). Übliche Darreichungsformen sind getrocknetes, gemahlenes Pflanzenpulver sowie Trockenextrakte, bei denen lösliche Pflanzenbestandteile mit einem Auszugsmittel (etwa Wasser oder Wasser-Ethanol-Gemische) herausgelöst und anschließend konzentriert werden. Extrakte werden über ein Droge-Extrakt-Verhältnis (DEV) beschrieben, das angibt, wie viel Ausgangsdroge einer Menge Extrakt entspricht. Das natürliche Inhaltsstoffspektrum, darunter die charakteristischen Bitterstoffe, das Inulin der Wurzel sowie Flavonoide und Phenolverbindungen, variiert je nach verwendetem Pflanzenteil, Erntezeitpunkt und Aufbereitungsverfahren.

Einnahme im Alltag

Die Verwendung und Verzehrsmenge von Löwenzahn als Zutat in Nahrungsergänzungsmitteln richtet sich nach dem jeweiligen Produkt und der Aufbereitungsform (Pulver oder Extrakt). Verbindliche Angaben zur empfohlenen täglichen Verzehrsmenge finden sich auf der Verpackung des jeweiligen Produkts; die dort angegebene empfohlene Menge sollte nicht überschritten werden. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.

Qualität & Prüfung

Bei Daily Nature steht die Qualität des eingesetzten Pflanzenmaterials im Mittelpunkt. Pflanzliche Rohstoffe wie Löwenzahn werden anhand definierter Spezifikationen ausgewählt und auf botanische Identität sowie Reinheit geprüft. Im Rahmen der Qualitätssicherung werden Pflanzenrohstoffe auf mögliche Verunreinigungen wie Schwermetalle, Pestizidrückstände und mikrobiologische Belastung untersucht. Die Prüfungen erfolgen nach anerkannten labordiagnostischen Methoden, ergänzt durch eine dokumentierte Chargenrückverfolgbarkeit von der Rohware bis zum fertigen Produkt. Die Herstellung findet in qualitätsgesicherten Betrieben unter Einhaltung der geltenden lebensmittelrechtlichen Vorgaben statt.

Auch in diesen Ritualen

Löwenzahn ist Teil dieser kuratierten Rituale: abgestimmte Kombinationen mit weiteren Essentials.

Quellen

  1. Health claims (Article 13) — Botanicals on hold — EFSA, EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) (2021) · Quelle
  2. Gesetzliche Regelungen für Nahrungsergänzungsmittel — Lebensmittelverband Deutschland e. V., Lebensmittelverband Deutschland (2024) · Quelle
  3. Löwenzahn — Wiesen-Löwenzahn (Taraxacum officinale F. H. Wigg.) — Arzneipflanzenlexikon, Arzneipflanzenlexikon (2023) · Quelle
  4. Mindestmengen: So viel von Vitaminen oder Mineralstoffen muss drin sein (NRV, VO (EU) 1169/2011 Anhang XIII) — Verbraucherzentrale Bundesverband, Verbraucherzentrale / Klartext Nahrungsergänzung (2024) · Quelle
Zuletzt aktualisiert: 04.06.2026Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.