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Pflanzenstoff

Kürbissamen

Cucurbita pepo L.

Kürbissamen sind die getrockneten Samen des Gartenkürbis (Cucurbita pepo L.), einer Pflanze aus der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Sie bestehen zu einem erheblichen Anteil aus Öl und Protein und sind ein pflanzliches Lebensmittel.

Auch bekannt als: Kürbiskerne, Cucurbitae semen, Cucurbita pepo var. styriaca, Steirischer Ölkürbis (Samen), Gartenkürbis-Samen

Was ist Kürbissamen?

Kürbissamen stammen vom Gartenkürbis (Cucurbita pepo L.), einer einjährigen, krautigen Pflanze aus der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Die Pflanze bildet niederliegende oder rankende, rau behaarte Triebe von mehreren Metern Länge mit großen, handförmig gelappten Blättern und trichterförmigen gelben Blüten. Die Früchte sind botanisch Beeren mit gelbem, schwammigem Fruchtfleisch; in ihnen sitzen die spitzovalen, abgeflachten, weißgrünlichen bis hellbraunen Samen von bis zu rund zwei Zentimetern Länge. Cucurbita pepo zählt zu den ältesten Kulturpflanzen und stammt ursprünglich aus Mittelamerika; archäologische Funde aus Mexiko belegen eine Nutzung über mehrere Jahrtausende, lange bevor die Art nach Europa gelangte. Eine besondere Form ist der Steirische Ölkürbis (Cucurbita pepo var. styriaca), dessen Samen durch eine natürliche Mutation keine verholzte Samenschale ausbilden und daher dunkelgrün und schalenlos sind. Aus diesen schalenlosen Kernen wird das dunkelgrüne, nussig riechende Kürbiskernöl gepresst.

Vorkommen in Lebensmitteln

Kürbissamen sind selbst ein Lebensmittel und werden ganz, geröstet, gesalzen, in Müsli, Brot und Gebäck sowie als Topping für Salate und Suppen verwendet. Aus den schalenlosen Kernen des Steirischen Ölkürbis wird Kürbiskernöl gewonnen, das als geschützte geografische Angabe (g.g.A.) für die Region Steiermark und Teile des südlichen Burgenlands EU-rechtlich anerkannt ist. Die Samen bestehen zu etwa der Hälfte aus fettem Öl, dessen Fettsäureprofil von ungesättigten Fettsäuren geprägt ist (überwiegend Linolsäure und Ölsäure, daneben unter anderem Palmitin- und Stearinsäure). Den zweitgrößten Anteil bilden Proteine, hinzu kommen geringere Mengen an Kohlenhydraten und Ballaststoffen. Kürbissamen enthalten zudem Mineralstoffe und Spurenelemente, darunter Magnesium, Zink, Eisen, Kupfer und Mangan. Das Kürbisfruchtfleisch wird unabhängig von den Samen als Gemüse gegart oder süßsauer eingelegt.

Formen & Bioverfügbarkeit

Kürbissamen kommen als ganze Kerne mit oder ohne Schale, als geschälte (schalenlose) Kerne der Sorte Cucurbita pepo var. styriaca, als gemahlenes Kürbiskernmehl sowie als kaltgepresstes Kürbiskernöl vor. In der Lebensmittel- und Nahrungsergänzungsbranche werden außerdem Kürbissamen-Extrakte und -Pulver eingesetzt. Charakteristische Inhaltsstoffe der Samen sind die fetten Öle mit ihrem hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren, fettlösliche Begleitstoffe wie beta- und gamma-Tocopherol (Vitamin-E-Formen) und Carotinoide, eine Gruppe pflanzlicher Sterole (vorrangig Delta-7-Phytosterole) sowie die für Kürbissamen typische, seltene Aminosäure Cucurbitin. Geschälte Kerne und kaltgepresstes Öl unterscheiden sich von der ganzen, beschalten Saat vor allem in Textur, Farbe (dunkelgrün) und im sensorischen Profil. Der Gehalt fettlöslicher Bestandteile hängt von Sorte, Anbau, Erntezeitpunkt und Verarbeitung (Pressung, Röstung) ab.

Einnahme im Alltag

Kürbissamen werden traditionell als Lebensmittel verzehrt, etwa als Snack, Backzutat oder Salat-Topping, sowie in Form von Kürbiskernöl. In Nahrungsergänzungsmitteln werden Kürbissamen-Zubereitungen (Pulver, Extrakte) je nach Produkt unterschiedlich dosiert; maßgeblich sind die Angaben auf der jeweiligen Produktverpackung. Eine allgemein gültige, behördlich festgelegte Verzehrsmenge für Kürbissamen besteht nicht.

Qualität & Prüfung

Daily Nature legt Wert auf eine definierte botanische Herkunft und Identität der eingesetzten Kürbissamen beziehungsweise Kürbissamen-Zubereitungen. Rohstoffe werden anhand von Spezifikationen ausgewählt und durch Analysenzertifikate (Certificate of Analysis) der Lieferanten dokumentiert. Geprüft werden unter anderem die botanische Identität (Cucurbita pepo), sensorische und physikalisch-chemische Parameter sowie Reinheitskriterien. Im Rahmen der lebensmittelrechtlichen Sorgfaltspflicht erfolgen Kontrollen auf mögliche Verunreinigungen wie Schwermetalle, Pestizidrückstände, mikrobiologische Belastung und Mykotoxine. Die Herstellung folgt den einschlägigen lebensmittelrechtlichen Vorgaben und etablierten Qualitätsstandards.

Quellen

  1. Kürbis – Gewöhnlicher Kürbis, Gartenkürbis – Cucurbita pepo L. (Arzneipflanzen-Lexikon), Arzneipflanzenlexikon.info · Quelle
  2. Steirisches Kürbiskernöl g.g.A. (geschützte geografische Angabe), Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (Österreich) · Quelle
  3. Botanicals und die Health-Claims-Verordnung (On-Hold-Claims, VO (EG) Nr. 1924/2006), Lebensmittelverband Deutschland – Stellungnahme zu ausstehenden Bewertungen pflanzlicher Stoffe · Quelle
  4. Gartenkürbis (Cucurbita pepo) – Botanik, Domestikation, Varietäten, Wikipedia (de) · Quelle
Zuletzt aktualisiert: 04.06.2026Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.