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Sonstiges

Coenzym Q10

Ubichinon-10 (2,3-Dimethoxy-5-methyl-6-decaprenyl-1,4-benzochinon)

Coenzym Q10 ist eine fettlösliche, vitaminähnliche Substanz aus der Gruppe der Ubichinone, die in allen Körperzellen vorkommt und vom menschlichen Organismus selbst gebildet wird. Chemisch besteht sie aus einem Benzochinon-Ring mit einer langen Isoprenoid-Seitenkette.

Auch bekannt als: Ubichinon, Ubichinon-10, Ubiquinon, CoQ10, Coenzym Q, Q10, Ubidecarenon

Was ist Coenzym Q10?

Coenzym Q10, auch Ubichinon-10 genannt, gehört zur Gruppe der Ubichinone, einer Klasse fettlöslicher organischer Verbindungen. Der Name leitet sich vom lateinischen "ubique" (überall) ab, da diese Stoffe in allen lebenden Zellen vorkommen. Die chemische Summenformel lautet C59H90O4, das Molekulargewicht beträgt rund 863 g/mol; der systematische Name ist 2,3-Dimethoxy-5-methyl-6-decaprenyl-1,4-benzochinon. Strukturell besteht das Molekül aus einem Benzochinon-Ring, an den eine lipophile (fettlösliche) Isoprenoid-Seitenkette aus zehn Isopren-Einheiten gebunden ist; die Zahl dieser Einheiten gibt dem Q10 seinen Namen. In der chemischen Struktur weist Coenzym Q10 eine Ähnlichkeit zu Vitamin K und Vitamin E auf. Es zählt jedoch nicht zu den Vitaminen und ist kein essenzieller, also kein mit der Nahrung zwingend zuzuführender Nährstoff, da der Organismus den Stoff selbst bildet. Die körpereigene Bildung erfolgt aus den Aminosäuren Phenylalanin beziehungsweise Tyrosin sowie aus Mevalonsäure. Coenzym Q10 kommt in den Zellen vor allem in den Mitochondrien vor, den Zellorganellen, in denen der Stoff vorrangig lokalisiert ist. Gewebe wie Herz, Nieren, Leber und Muskulatur weisen von Natur aus besonders hohe Gehalte an Coenzym Q10 auf.

Vorkommen in Lebensmitteln

Coenzym Q10 ist in der natürlichen Ernährung weit verbreitet, kommt jedoch in unterschiedlichen Mengen vor. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) liegt die durchschnittliche Zufuhr über die übliche Ernährung bei etwa 3 bis 6 mg pro Tag. Die mengenmäßig bedeutendste Quelle ist Fleisch; daneben gehören Fisch, Nüsse und einige pflanzliche Öle zu den reicheren Quellen. Obst, Gemüse, Getreide und Milchprodukte enthalten dagegen vergleichsweise geringe Mengen zwischen 0,01 und 0,3 mg pro 100 g. Da der menschliche Organismus Coenzym Q10 zudem selbst bildet, wird in der Fachliteratur bei einer abwechslungsreichen, ausgewogenen Ernährung von einer ausreichenden Versorgung ausgegangen.

Formen & Bioverfügbarkeit

Coenzym Q10 liegt im Stoffwechsel als Redoxpaar in zwei ineinander überführbaren Formen vor: als oxidiertes Ubichinon und als reduziertes Ubichinol. In Nahrungsergänzungsmitteln wird der Stoff sowohl als Ubichinon als auch als Ubichinol eingesetzt. Aufgrund seines vergleichsweise hohen Molekulargewichts und seiner ausgeprägten Fettlöslichkeit ist Coenzym Q10 ein schwer wasserlöslicher Stoff; die Aufnahme im Darm ist entsprechend begrenzt. Da es sich um eine fettlösliche Substanz handelt, ist eine Aufnahme zusammen mit fetthaltigen Lebensmitteln oder in öligen beziehungsweise bereits gelösten Zubereitungen üblich. Für die gesundheitliche Bewertung der beiden Formen Ubichinon und Ubichinol bestehen nach Angaben des BfR aufgrund der Datenlage derzeit noch Kenntnislücken und wissenschaftliche Unsicherheiten.

Einnahme im Alltag

Für den Zusatz von Coenzym Q10 zu Lebensmitteln bestehen in der EU keine einheitlichen gesetzlichen Höchstmengen. In Deutschland besteht eine Allgemeinverfügung des BVL aus dem Jahr 2014 für eine Tageszufuhr von bis zu 100 mg in Nahrungsergänzungsmitteln. Das BfR empfiehlt Personen, die Arzneimittel vom Cumarin-Typ (Gerinnungshemmer) oder Arzneimittel zur Blutdrucksenkung einnehmen, vor der Einnahme von Coenzym-Q10-Präparaten mit Tagesdosierungen über 100 mg ärztlichen Rat einzuholen, da mögliche Wechselwirkungen bislang nicht abschließend untersucht sind. Schwangere, Stillende sowie Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind gemäß BVL-Auflage von der Anwendung auszunehmen. Nahrungsergänzungsmittel sind Lebensmittel und dienen der Ergänzung der normalen Ernährung; sie sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise.

Qualität & Prüfung

Daily Nature setzt für Coenzym Q10 auf definierte Rohstoffqualitäten und eine transparente Herkunft. Die eingesetzten Rohstoffe werden anhand von Spezifikationen ausgewählt und durch Analysenzertifikate (Certificate of Analysis) der Lieferanten dokumentiert. Geprüft werden Identität und Reinheit des Stoffes sowie mikrobiologische Parameter und mögliche Verunreinigungen wie Schwermetalle, jeweils im Rahmen der lebensmittelrechtlichen Vorgaben. Die Herstellung erfolgt nach den Grundsätzen der Guten Herstellungspraxis (Good Manufacturing Practice, GMP). Als Lebensmittel müssen Nahrungsergänzungsmittel gesundheitlich unbedenklich sein; die Verantwortung für die Sicherheit der Produkte liegt bei Herstellern und Inverkehrbringern, die Überwachung bei den Lebensmittelüberwachungsbehörden der Länder.

Auch in diesen Ritualen

Coenzym Q10 ist Teil dieser kuratierten Rituale: abgestimmte Kombinationen mit weiteren Essentials.

Quellen

  1. Coenzym Q10: Was ist über gesundheitliche Risiken bekannt - und was nicht? — Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), BfR FAQ (2023) · Quelle
  2. Scientific Opinion on the substantiation of health claims related to coenzyme Q10 pursuant to Article 13(1) of Regulation (EC) No 1924/2006 — EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies (NDA), EFSA Journal 2010;8(10):1793 (2010) · Quelle
  3. Coenzyme Q10 | C59H90O4 | CID 5281915 — National Center for Biotechnology Information (NIH), PubChem Compound Summary (2026) · Quelle
  4. Verordnung (EU) Nr. 432/2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel — Europäische Kommission, Amtsblatt der Europäischen Union (2012) · Quelle
Zuletzt aktualisiert: 04.06.2026Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.